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Curiosity Killed The Cat Spielprinzip: Szenentrennung Rating: L3S3V3 Spielort: Cats Creek, Texas, USA Groß-/Kleinstadt: Kleinstadt
Charaktere nach Council District
Reservierte Avatare Vergebene Avatare Genutzte Namen
Geburtstagsliste Altersliste Beziehungsübersicht
Jobliste Schulen / Unis Wohnorte
Gangübersicht Bewohnerübersicht Zweitcharaktere
Ella Dewitt
She goes unnoticed - She knows no limits - She craves attention
Obwohl man es meinen würde und auch alles dafür spricht, geht es Ella Dewitt meistens gar nicht so gut, wie es ihr gehen könnte. Behütet aufgewachsen mit fünf Geschwistern ist sie mit 18 Jahren eben doch mit Abstand die Jüngste. Ihre Kindheit verbrachte sie geliebt und umgeben von der Familie (die zum Teil allerdings bereits ausgezogen war) und Freunden in Distict 4, einem Stadtteil von Baton Rouge der zum größten Teil von mitteständische Familien bewohnt wird. Mittlerweile verbringt sie immer weniger Zeit in der Gegend, hält sich viel häufiger in Clubs und Bars auf, bewegt sich mit geschlossenen Augen zur Musik und vergisst dabei alles und jeden - nicht nur um sich herum. Sie ist noch viel zu jung und hat Ziele im Leben, die sie aus den Augen zu verlieren scheint. Ihre Rolle als Studentin hat sie nach ihrem High School Abschluss hingenommen, aber längst nicht angenommen. Viel zu häufig möchte sie ausbrechen aus ihrem Leben, sich selbst finden und fliehen vor Verantwortung und Erwartungen. Dass das aber gar nicht so einfach ist, während man selbst noch erwachsen werden muss, zeigt sich in der Wahl ihrer Freunde und wie sie ihre Nächte verbringt, dass sie häufig gar nicht erst nachhause geht um ihren Eltern nicht vollkommen betrunken oder gar High gegenübertreten zu müssen. Da wird dann Parker angerufen, wenn sie mal wieder auf einer Polizeidienststelle sitzt und sich abholen lassen muss. Parker, der als Einziger in der Familie weiß, das Ella viel zu häufig in Clubs geht, für die sie gesetzlich noch viel zu jung ist, mit einem gefälschten Ausweis - wie auch sonst? Und er ist auch der Einzige, der von ihrem Drogenkonsum weiß, der langsam, aber stetig zu nimmt, den sie zu verstecken weiß wenn es nötig ist und von dem sie selbstverständlich glaubt, dass sie ihn unter Kontrolle hat. Wie ihr ganzes Leben. Natürlich.
Alter: 18 Jahre (*16. November 2002)
Hauptberuf: Studentin
Nebenberuf: kein Nebenberuf
Wohnort: District 4
Felix Siskin
Die Erscheinung ist simpel zusammengefasst: Ein gleichmütiges, reserviertes Lächeln, das nur ein leichtes Anheben der Mundwinkel erfordert, sanfte, blaue Augen und eine sonore Stimme, die bedachte Worte und unerschütterliche Ruhe hervorbringt. Das Auftreten ist ausgesucht arrangiert, gleichzeitig gesammelt und unaufgeregt, denn das ist nicht seine Art, während die Hände eine zurückhaltende Gestik vollführen, einen sanften Halbkreis in die Luft zeichnen. Der Vortrag ist locker, flüssig und ohne Mühe erzählt, da und dort ein Lachen, bei dem er die weißen Zähne präsentiert und auf das dunkle Holz der Tischplatte blickt, nur um dann das Augenmerk jäh zu heben, mit einer Wachheit im Ausdruck, die seine Leidenschaft für sein Fach transportiert. Felix Siskin gehört zum akademischen Fachpersonal der Louisiana State University und unterrichtet als Associate Professor am Psychologiedepartment die Gebiete der Rechtspsychologie, wobei sein Schwerpunkt auf der forensischen Ausprägung liegt. Weiterhin fungiert er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Department für Anthropologie, wo es ihm vor allem die Altertumsforschung angetan hat. Sein Engagement, sein privates, steiges Reisen, die Forschung und die anschaulichen Anekdoten haben ihm den Spitznamen Indiana Jones eingebracht, den er amüsiert lächelnd akzeptiert hat, da die Abenteuerassoziationen ihm besser gefallen als der müde Alltag zwischen Bergen aus Papier und fristgerechter Antragsstellung. Denn dann und wann schließen sich die Finger ein wenig zu stark um den Stift, die Brauen bilden eine angestrengte Linie, während die andere Hand über die verspannte Stirn fährt. Draußen quietschen Reifen, irgendwo schallt ein Martinshorn und der Ventilator an der Decke dreht dabei unermüdlich seine Kreise, doch die stickige Luft erfährt nur müde Bewegung. Hinter dem nett drapierten Äußeren, dem ewigen Verständnis und der schier unermesslichen Ruhe plagen Felix nicht etwa Ängste, bei der nächstbesten Urwaldexkursion von einem indigenen Stamm rituell geopfert zu werden, sondern wesentlich basalere Probleme, die jedweder humoristischen Note entbehren.
Alter: 36 Jahre (*01. Oktober 1984)
Hauptberuf: Professor - Dpt. of Psychology
Nebenberuf: kein Nebenberuf
Wohnort: District 4
Henry Hyde
Tatsächlich und ganz ohne jedwede humoristische Note auf den Namen Henry Chadwick Hyde im beschaulichen Dorking des County Surrey im Südosten Englands geboren, wo es mehr Schweine als Menschen gibt, gehört der selbstständige Innenarchitekt bereits seit über einer Dekade zu den Einwohner Baton Rouges. Er ist der Sohn eines inzwischen im Ruhestand befindlichen Piloten und einer Hotelière, die den Sprung über den Teich nie auch nur ansatzweise in Erwägung zog. Die Sprunghaftigkeit ihres Sohnes wiederum ist ihr unerfindlich – und seine unstete Art eigentlich auch nach all den Jahren noch ein Dorn im Auge. Denn … A kingdom for a stage, princes to act and monarchs to behold the swelling scene! Theaterschauspieler und Tänzer aus Leidenschaft, doch die Energie beschränkt sich nicht ausschließlich auf die Bühne. Auch außerhalb jener ist Henry ein Bonvivant, ein unverbesserlicher Herzensbrecher und Charmeur. Ein Filou! Oder war es vielmehr bislang. Jüngst erst widerfuhr ihm eine Litanei an Unglück, die man wohl so auch schwerlich hätte scripten können: Die erste Katastrophe war sein 40. Geburtstag. Altern ist ein Problem für den Briten, dem es alles andere als in Würde gelingt. So entstand auch der Streit mit seiner Tochter Daisy, mit der er ohnehin so seine Schwierigkeiten hat – wer kann es ihm auch verdenken? Die ersten zehn Lebensjahre und zuvor auch geschlagene drei Jahre ihrer gesamten Existenz hat er … nun ja … verpasst. Als ihn schließlich auch noch ein Auto erfasste und kurzerhand frühzeitig zu einem (temporären) Pflegefall machte, war die Misere perfekt und Henry kann sein gesamtes schauspielerisches Talent nun in pessimistische Monologe und aggressives Rollstuhlfahren investieren. Dabei nimmt er natürlich kein Blatt vor den Mund, aber möchte gleichsam nicht damit konfrontiert werden, welche anteilige Schuld er eigentlich daran hat. Seine Agentur kommt ohne ihn irgendwie besser klar als mit ihm, seine Eltern müssen ihn aufgrund seiner schlechten Geldwirtschaft bei seiner Krankenpflege unter die Arme greifen und gleichzeitig stehen ständig irgendwelche Physiotherapeuten im Haus, die ihm wortwörtlich unter die Arme greifen wollen - wenn er sie vorher nicht mit seinem Zynismus zum Teufel jagen kann.
Alter: 40 Jahre (*13. November 1980)
Hauptberuf: Inh. Innenarchitekt
Nebenberuf: kein Nebenberuf
Wohnort: District 4
Iain Duncan
“Man sollte meinen, dass man nicht schon gestraft genug sei, wenn man von anderen als “Ginger” verhöhnt wird, nur weil man einen leichten Rotschimmer im Haar hat. Nein, meine Mutter hatte auch diese nette und völlig bescheuerte Idee mich so zu nennen: Iain Mícheál Tearlách-Duncan. Iain war ja noch okay, aber der Rest? Da hätte man mir auch gleich einen Stempel auf die Stirn klatschen können. Um die Leute heutzutage aber nicht gänzlich zu überfordern, stelle ich mich meist nur als Iain Duncan vor, dann brechen sie sich wenigstens nicht die Zunge. Geboren wurde ich vor 41 Jahren am 24. Juni 1979 in Edinburgh und leider bin ich Römisch-katholisch. Hm, auch wenn ich so erzogen wurde, ich halte nicht mehr viel davon. Heute nenne ich das Baton Rouge mein Zuhause, hier habe ich ein kleine Loft und meine Arbeitsstätte, das Ghealach. Ich bin der Besitzer des Clubs und kann mir dementsprechend auch gewisse Freiheiten erlauben. Findet euch damit ab.”
Alter: 41 Jahre (*24. Juni 1979)
Hauptberuf: Besitzer
Nebenberuf: kein Nebenberuf
Wohnort: District 4
Laken Huxly
Laken trägt das Lächeln auf den Lippen, doch die Melancholie spiegelt sich in ihren Augen. Nur selten erreicht das Strahlen noch den dichten Wimpernkranz, die Mundwinkel heben sich müde auf den Witz, der ihr unter anderen Umständen ein glockenhelles Lachen entlockt hätte. Die Umstände; die meinten es nicht gut mit ihr. Mit der Frau, die über alles lachen und noch viel mehr weinen konnte, aber nicht, weil sie unglücklich, sondern stets viel zu emotional war. Eine Romantikerin, ein wenig verträumt, mit dem Kopf in den Wolken und doch fest verankert in der Realität, den auf die Minute genau geplanten Tagesablauf präzise in schnörkeliger Schrift stilecht mit Füller und Tinte im pinken Planer vermerkt, dessen Seiten mit gezeichneten Katzen und Herzen versehen waren. Das einzige Lachen, das ehrlich wirkt, ist das aufgedruckt auf einem der zahllosen Motivtassen, das sich über ihre Lippen legt, wenn der Tee zu guten Teilen ausgetrunken und lediglich das durchsichtige Glas übrig geblieben war, denn die Versuche und Bestrebungen nach ihrem alten Glück – nach ihrem alten Leben – münden nicht selten in Teilnahmslosigkeit und Resignation. Die Umstände haben ihr Leben verändert, nachhaltig und für immer. Sie trägt sich durch den Tag, streicht sich die braunen Strähnen hinters Ohr, während die Finger routiniert die Aufzeichnungen durchgehen, die den nächsten Gast umreißen. Denn das Leben muss weitergehen, die Klingel im hübschen Windsour Court Hotel verhallt an den hohen Wänden, als sie das ebenso einstudierte Lächeln aufsetzt. Bonjour, buenos días, Guten Tag. Die Rezeptionistin lebt ihren Alltag, irgendwie, immer weiter. Klemmt sich den Kalender unter den Arm, wirft einen Blick auf die Uhr und kehrt pünktlich ins beschauliche Eigenheim zurück, an Parkers Seite, die sich seit geraumer Zeit schrecklich leer anfühlt.
Alter: 29 Jahre (*16. April 1991)
Hauptberuf: Rezeptionistin
Nebenberuf: kein Nebenberuf
Wohnort: District 4
Parker Dewitt
Parker Dewitt seufzt, dass ihm die Ohren dröhnen. Die Neonröhre über seinem Schreibtisch flackert wie ein nervöser Tick und lässt seine Haut matt und blass erscheinen. Seine ausgestreckten Finger zittern, wie die Lampe über ihm. Die Knöchel sind von spröder Hornhaut überzogen, die Fingernägel so kurz geschnitten, dass sie weh tun. Er ballt die Hand zur Faust, so fest, dass er die Muskeln im Unterarm zucken spürt, streckt die Finger wieder aus. Sie halten still. Er greift nach der Dienstmarke, wischt in gewohnter Routine mit dem Daumen über den Schriftzug. Baton Rouge Police Department. Die vertraute Form drückt gegen seine Handfläche, bevor er sie in die Tasche seiner Jacke gleiten lässt. Er steht auf und geht, tauscht den Police Officer Dewitt gegen die Privatperson Parker, Parks, Park. Aber die Grenzen verschwimmen in letzter Zeit zu einem Geflecht aus Flecken und Schlieren. Zuhause erschöpft er sein Repertoire an ich-bin-ratlos-und-möchte-sprechen-Gesten, aber die richtigen Worte findet er nie. In zweiunddreißig Jahren hat ihn keiner darauf vorbereitet, wie sich das anfühlt. Laken und Parker, die Namen hat er früher in Würden- und Wären-Satzkonstruktionen verwendet, viel Vergangenheit und noch viel mehr Zukunft, aber heute fühlt es sich nach Stillstand an und nachts liegt er im Bett, denkt, dass er nie wieder einschlafen wird, aber irgendwann tut ers doch. Wenn er morgens aufwacht, fühlt es sich nicht wie ein neuer Tag an.
Alter: 33 Jahre (*17. Juli 1987)
Hauptberuf: Police Officer
Nebenberuf: kein Nebenberuf
Wohnort: District 4